I. All­ge­meines
Die nach­fol­gen­den allgemeinen Liefer- und Geschäftsbedingungen (im Fol­gen­den „AGB“ genannt) gel­ten für alle dem Fotografen erteil­ten Aufträge und durch den Fotografen durchgeführte Lieferungen, Leistungen und Angebote.
Sie gelten als vereinbart, mit der Entgegennahme der Lieferung oder Leistung bzw des Angebots durch den Kunden, spätestens jedoch mit Zustandekommen des Auftrags.
Wenn der Kunde den AGB widersprechen will, ist dieses schriftlich binnen sieben Werk­ta­gen zu erk­lären, spätestens jedoch bis zur Erbringung der Leistung (oder Teilleistung) durch den Fotografen.
Abwe­ichen­den Geschäfts­be­din­gun­gen des Kun­den wird hier­mit wider­sprochen. Abwe­ichende Geschäfts­be­din­gun­gen des Kun­den erlan­gen keine Gültigkeit, es sei denn, dass der Fotograf diese explizit schriftlich anerkennt.
Alle vom Fotografen hergestell­ten Pro­dukte, unabhängig der Form oder auf welchem Medium sie erstellt wur­den oder vor­liegen. (Digital oder Analog)
Die AGB gelten im Rahmen einer laufenden Geschäftsbeziehung auch für zukünftige Angebote, Aufträge und sonstige Leistungen des Fotografen, sofern nicht ausdrücklich abweichende Regelungen getroffen werden.
Der Kunde bekommt in der Regel bei dem ersten Angebot eine Ausfertigung der AGB, ein Download auf der Website ist jederzeit in der aktuellen Version möglich.
II. Vergü­tung, Eigentumsvorbehalt
Für die Her­stel­lung der Licht­bilder wird ein Hon­o­rar als Stun­den­satz, Tages­satz oder eine vere­in­barte Pauschale erhoben. Ist kein Honorar vereinbart worden und auch kein Angebot erstellt worden, bestimmt es sich nach der jeweils aktuellen Bildhonorarübersicht der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM). Das Honorar versteht sich zuzüglich der jeweils gültigen MwSt.
Nebenkosten wie Reisekosten, Spe­sen, Req­ui­siten, Stu­diomi­eten etc. sind sofern nicht anders vere­in­bart, vom Auf­tragge­ber zu tragen.
Der Fotograf ist berechtigt, Leistungen von Dritten, die zur Durchführung der Produktion eingekauft werden müssen, im Namen und mit Vollmacht sowie für Rechnung des Kunden in Auftrag zu geben.
Soweit der Fotograf Kosten­vo­ran­schläge erstellt, sind diese unverbindlich. Treten während der Pro­duk­tion Kosten­er­höhun­gen ein, sind diese vom Fotografen anzuzeigen. Wird die vorge­se­hene Pro­duk­tion­szeit aus Grün­den über­schrit­ten, die der Fotograf nicht zu vertreten hat, so ist eine zusät­zliche Vergü­tung auf der Grund­lage des vere­in­barten Zei­thono­rars anteilig bzw. in Form einer angemesse­nen Erhöhung des Pauschal­hono­rars zu leisten.
Die Zahlungsmöglichkeiten sind auf Angebot und Rechnung angegeben.
Ist eine Anzahlung bei Terminvereinbarung fällig, wird diese auf dem Angebot ausgewiesen.
Fäl­lige Rech­nun­gen sind innerhalb von 30 (in Worten: dreißig) nach Eingang der Rechnung und vollständig unter Angabe des Kundennamens und der Auftragsnummer/Rechnungsnummer zu zahlen.
Wird eine Produktion in Teilen abgeliefert, so ist das Entsprechende Teilhonorar mit jeweiliger Lieferung fällig. Der Fotograf ist berechtig bei Produktionsaufträgen Abschlagszahlungen entsprechend dem jeweils erbrachten Leistungsumfang zu verlangen.
Bis zur voll­ständi­gen Begleichung des Honorars bleiben die geliefer­ten Licht­bilder Eigen­tum des Fotografen, eine Verwendung vor Begleichung des Honorares ist somit ausgeschlossen.
III. Ausfall & Vertragsstrafe
Storniert der Auf­tragge­ber den Auftrag, steht dem Fotografen ein Ausfall Honorar zu. Dies wird wie folgt berech­net: Storno ab dem 15. Tag nach der Vertrags Vereinbarung: 20%; Storno 3 bis 7 Tage vor dem gebuchten Ter­min 50 %; ab 2 Tagen 100 % der vere­in­barten Gesamtsumme, auch wenn noch keine Anzahlung geleis­tet wurde. Bereits erbrachte (Teil-)Leistungen sind in voller Höhe anteilig zu Begleichen.
Bei jeglicher unberechtigten (ohne Zustimmung des Fotografen erfolgte) Nutzung, Verwendung, öffentlichen Wiedergabe oder Weitergabe des Bildmaterials ist für jeden Einzelfall eine Vertragsstrafe in Höhe des fünffachen Nutzungshonorars zu zahlen, vorbehaltlich weitergehender Schadensersatzansprüche.
Bei unterlassenem, unvollständigem, oder nicht zuordnungsfähigem Urhebervermerk ist ein Aufschlag von 100% auf das vereinbarte bzw übliche Nutzungshonorar zu zahlen.​​​​​​​
IV. Urhe­ber­ und Nutzungsrechte
Der Kunde erkennt an, dass es sich bei dem vom Fotografen gelieferten Bildmaterial um urheberrechtlich geschützte Lichtbildwerke i.S.v. §2 Abs. 1 Ziff.5 Urheberrechtsgesetz handelt.
Die vom Fotografen hergestell­ten Licht­bilder sind grund­sät­zlich nur für den eige­nen pri­vaten Gebrauch des Auf­tragge­bers bes­timmt, sofern dies nicht aus­drück­lich anders schriftlich vere­in­bart wurde.
Ausschließliche Nutzungsrechte, medienbezogene oder räumliche Exlusivrechte oder Sperrfristen müssen gesondert vereinbart werden.
Mit der vollständigen Bezahlung erhält der Kunde an den gefertigten Lichtbildern – sofern nicht aus­drück­lich etwas anderes vere­in­bart wurde – jew­eils nur das ein­fache Nutzungsrecht über­tra­gen, eine Weit­er­gabe von Nutzungsrechten bedarf der beson­deren Vereinbarung.
Bei der Ver­wen­dung der Licht­bilder in Online– und Print­me­dien (für den pri­vaten Gebrauch) ist der Fotograf, als Urhe­ber des Licht­bildes zu nen­nen. Eingeschlossen ist das Recht, das Lichtbild für private Zwecke zu vervielfältigen und zu verbreiten.
Sofern auf dem Lieferschein kein Verwendungszweck angegeben wurde ist eine über die oben genannten Nutzung, Verwertung, Vervielfältigung, Verbreitung oder Veröffentlichung durch den Fotografen genehmigungspflichtig, dies gilt insbesondere für die Veränderung des Bildmaterials durch Foto-Composing, Montage oder durch elektronische Hilfsmittel zur Erstellung eines neuen urheberrechtlich geschützten Werkes. Dies ist nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Fotografen nur bei Kennzeichnung erlaubt. Auch darf das Bildmaterial ohne Genehmigung nicht abgezeichnet werden.
Der Kunde ist nicht berechtigt die ihm eingeräumten Nutzungsrechte ganz oder teilweise auf Dritte zu übertragen. Ausgenommen hiervon ist die private Nutzung und die Nutzung zur Eigenwerbung. (z.B. darf ein Bild für eine Sedcard an eine Modelagentur weitergegeben werden)
Eine Ver­let­zung des Rechts auf Namen­snen­nung berechtigt den Fotografen zum Schadensersatz.
Die Roh-Daten verbleiben beim Fotografen. Eine Her­aus­gabe der Roh-Daten (unbear­beit­ete Bilder & Negative) an den Auf­tragge­ber erfolgt nicht.
Eine Verwendung der Bilder in pornografischem Kontext ist grundsätzlich ausgeschlossen.

V. Haf­tung
Der Fotograf übernimmt keine Haftung für die Verletzung von Rechten abgebildeter Personen oder Objekte, es sei denn, es wird ein entsprechend unterzeichnetes Release-Formular beigefügt. Der Erwerb von Nutzungsrechten über das fotografische Urheberrecht hinaus, z.B. für abgebildete Werke der bildenden oder angewandten Kunst sowie die Einholung von Veröffentlichungsgenehmigungen bei Sammlungen, Museen etc obliegt dem Kunden.
Ab dem Zeitpunkt der ordnungsgemäßen Lieferung des Bildmaterials ist der Kunde für dessen sachgemäße Verwendung verantwortlich
Der Kunde trägt die Verantwortung für die Betextung sowie die sich aus der konkreten Veröffentlichung ergebenden Sinnzusammenhänge.
Für die Ver­let­zung von Pflichten, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit wesentlichen Vertragspflichten stehen, haftet der Fotograf für sich und seine Erfüllungsgehilfen nur bei Vor­satz und grober Fahrläs­sigkeit.
Er haftet ferner für Schä­den aus der Ver­let­zung des Lebens, des Kör­pers oder der Gesund­heit sowie aus der Ver­let­zung wesentlicher Ver­tragspflichten, die er oder seine Erfüllungsgehilfen durch schuldhafte Pflichtverletzungen her­beige­führt haben.
Für Schäden an Aufnahmeobjekten , Vor­la­gen, Fil­men, Dis­plays, Lay­outs, Neg­a­tiven oder Daten haftet der Fotograf nur bei Vor­satz und grober Fahrlässigkeit.Der Fotograf ver­wahrt die Daten sorgfältig. Er ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, von ihm auf­be­wahrte Daten nach drei Jahren seit Beendigung des Auf­trags zu vernichten.
Der Fotograf haftet für Lichtbeständigkeit und Dauer­haftigkeit der Lichtbilder nur im Rah­men der Garantieleis­tun­gen der Her­steller des Fotomaterials.
Die Zusendung und Rück­sendung von Dateien, Bildern und Vor­la­gen erfolgt auf Kosten und Gefahr des Auftraggebers.
VI. Bildbearbeitung und -auswahl,
Nach Vor­sortierung stellt der Fotograf dem Auf­tragge­ber eine Online-Galerie für mindestens 14 Tage zur Ver­fü­gung, in welcher sich der Auf­tragge­ber die entsprechen­den Licht­bilder zur Bear­beitung auswählen kann.
Nach­dem die Auswahl getrof­fen ist, wer­den die Licht­bilder durch den Fotografen voll­ständig bear­beite. Wählt der Kunde mehr als die vereinbarte Anzahl an zu bearbeitenden Bildern aus ohne zusätzliche Bearbeitung zu bestellen, darf der Fotograf aus der gesamt ausgewählten Bildern die vereinbarte Anzahl aussuchen.
Der Fotograf verpflichtet sich, den Auftrag schnellstmöglich abzuschließen und die Licht­bilder an den Auftraggeber zu senden. Dies geschieht in der Regel binnen 2 Monate
Es steht dem Fotografen frei einen Dritten mit der Bearbeitung der Bilder zu beauftragen. Sofern dies nicht explizit durch den Kunden beauftragt wurde, fallen hierfür keine extra Kosten an.
Die Bear­beitung von Licht­bildern des Fotografen und ihre Vervielfäl­ti­gung und Ver­bre­itung, dazu zählen auch Umfär­bung in SW oder Sepia, nachträgliche Farbbear­beitung, sowie das Erstellen von Collagen ist nicht ges­tat­tet, es sei denn, es wurde eine geson­derte Vereinbarung getrof­fen. Der Auf­tragge­ber ist verpflichtet, bei Licht­bilder des Fotografen im Inter­net elek­tro­n­is­che Verknüp­fungen so vorzunehmen, dass der Fotograf als Urhe­ber der Bilder klar und eindeutig identifizierbar ist.
VII. Daten­schutz
Zum Geschäftsverkehr erforder­liche per­so­n­en­be­zo­gene Daten des Auftraggebers kön­nen gespe­ichert wer­den. Der Fotograf verpflichtet sich im Rahmen des Auftrages bekannt gewor­dene Infor­ma­tio­nen ver­traulich zu behandeln.
VIII. Lieferzeiten und Reklamation
Der Fotograf liefert seine Arbeiten zumeist bin­nen 41 Arbeitstagen aus. Durch Stoßzeiten kann es zu Verzögerun­gen kom­men. Diese betrieb­s­be­d­ingten Verzögerun­gen, sowie Verzögerun­gen durch höhere Gewalt, Betriebsstörungen, von Verzögerun­gen seit­ens des Labors oder dessen Trans­port­firma etc. stellen keinen Reklamationsgrund dar. Der Fotograf haftet für Fristüberschreitungen nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
Sämtliche Arbeiten wer­den vom Fotografen mit der größt­möglichen Sorgfalt und nach bestem Kön­nen aus­ge­führt oder an andere Fir­men weit­ergegeben.
Rekla­ma­tio­nen, die den Inhalt der Sendung oder Inhalt, Qualität oder Zustand des Bildmaterials betreffen sind innerhalb von 2 Wochen nach Empfang schriftlich mitzuteilen. Andernfalls gilt das Bildmaterial als ordnungsgemäß, vertragsmäßig und wie verzeichnet zugegangen.
Eine Anerkennung ist jedoch nur bei Vor­lage der bean­stande­ten Arbeit möglich. Bei Nachbestel­lun­gen kön­nen sich Farb­d­if­feren­zen gegenüber der Vor­lage oder den Erst­bildern ergeben. Eine Rekla­ma­tion ist hierdurch nicht berechtigt.
Soll­ten dig­i­tal erwor­bene Licht­bilder in Eigen­ver­ant­wor­tung durch den Auf­tragge­ber entwickelt/gedruckt wer­den, so übern­immt der Fotograf hier­für keine Haf­tung für die Qual­ität der Ergeb­nisse. Far­bko­r­rekte Abzüge kön­nen über den Fotografen erwor­ben werden.
IX. Rückgaberecht
Überlässt der Fotograf auf Anforderung des Kunden oder mit dessen Einverständnis lediglich zum Zwecke der Prüfung ist analoges Bildmaterial spätestens innerhalb eines Monats nach Erhalt zurückzugeben, sofern auf dem Lieferschein keine andere Frist vermerkt ist. Digitale Daten sind unwiderruflich zulöschen bzw sind die Datenträger zurückzugeben (CD's / DVD's o.ä.) dürfen alternativ vernichtet werden).
X. Schlussbestimmungen
Erfül­lung­sort für alle Verpflichtungen aus dem Ver­tragsver­hält­nis ist Fürstenfeldbruck.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland als vereinbart, und zwar auch bei Lieferungen ins Ausland.
XI. Sal­va­torische Klausel
Soweit Bedin­gun­gen der oben aufge­führten All­ge­meinen Geschäfts­be­din­gun­gen ganz oder teil­weise unwirk­sam sind oder wer­den, sind die übri­gen Bedingungen weit­er­hin wirk­sam. Die unwirk­same Bedin­gung wird durch die geset­zliche Regelung ersetzt.
Version 1.0 - Stand 21.06.2020
Die gesamten AGB's könnt ihr hier herunterladen.
Diese AGB's sind an den AGS's von ver.di orientiert
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